← Zurück zum Glossar Kategorie: Operations · Akronym: O2C Order-to-Cash (O2C) Kurze Antwort: Der End-to-End-Zyklus vom Auftragseingang bis zum Zahlungseingang. Ein zentraler Indikator für die Liquidität. Das WichtigsteAuftragserfassung (Verlust: 0–3 Tage) – Telefon-/E-Mail-Bestellungen, manuelle DateneingabeBonitätsprüfung (0–2 Tage) – Manuell, keine vorkonfigurierten KreditlimitsPick + Pack + Ship (1–3 Tage) – Fehlendes WMS, keine RoutenoptimierungRechnungsstellung (1–5 Tage) – Wöchentliche statt versandbegleitende FakturierungForderungsmanagement (15–45 Tage) – Kein automatisiertes Mahnwesen Definition Order-to-Cash (O2C) umfasst die gesamte Kette: Auftragseingang → Bonitätsprüfung → Bestandsreservierung → Versand → Rechnungsstellung → Forderungsmanagement → Zahlungseingang → Bankabstimmung. Jeder zusätzliche Tag im Zyklus bedeutet Kapital, das in Forderungen gebunden ist. Warum O2C eine strategische Kennzahl ist Im Großhandel und bei B2B-Dienstleistungen dauert ein typischer O2C-Zyklus 35 bis 65 Tage. Bei einem O2C von 50 Tagen und einem Monatsumsatz von 5 Mio. € sind 8,3 Mio. € in Außenständen gebunden. Eine Verkürzung um 10 Tage setzt 1,7 Mio. € an Liquidität frei. Phasen und Zeitfresser Auftragserfassung (Verlust: 0–3 Tage) – Telefon-/E-Mail-Bestellungen, manuelle Dateneingabe Bonitätsprüfung (0–2 Tage) – Manuell, keine vorkonfigurierten Kreditlimits Pick + Pack + Ship (1–3 Tage) – Fehlendes WMS, keine Routenoptimierung Rechnungsstellung (1–5 Tage) – Wöchentliche statt versandbegleitende Fakturierung Forderungsmanagement (15–45 Tage) – Kein automatisiertes Mahnwesen Bankabstimmung (1–7 Tage) – Manueller Abgleich von Kontoauszügen mit Rechnungen Automatisierungen zur Zyklusverkürzung EDI ORDERS → Auftrag im ERP innerhalb von 5 Min.: -2 Tage Kreditrichtlinien im OMS hinterlegt: -1 Tag Auto-DESADV + E-Rechnung (INVOIC) bei Versand: -3 Tage Automatisierte Mahnläufe (D+1, D+7, D+15): -8 Tage DSO KI-gestützte Abstimmung gegen MT940/camt.053: -2 Tage Gesamtpotenzial: -16 O2C-Tage, massive Freisetzung von Cashflow. Häufige FragenWas ist der Unterschied zwischen O2C und DSO?Die DSO (Days Sales Outstanding) misst nur die Phase vom Rechnungsdatum bis zum Zahlungseingang. O2C deckt den gesamten Prozess ab Auftragseingang ab. Die DSO ist somit eine Teilkennzahl des O2C.Welche O2C-Phase ist am kostenintensivsten?Statistisch gesehen das Forderungsmanagement (45–60 % der Gesamtdauer). Hier gehen durch fehlendes Mahnwesen und ungeklärte Differenzen die meisten Tage verloren.Wie messe ich O2C über verschiedene Kanäle hinweg?Zentralisiert im OMS, segmentiert nach Kanal (klassischer B2B-Vertrieb, Marktplätze, EDI-Einzelhandel wie EDEKA/REWE, E-Commerce). Jeder Kanal weist eine spezifische O2C-Dauer auf. Wo Azuvio ansetztSoftware OMSCalculator ROI O2CSoftware EDI Verwandte BegriffeDSO (Days Sales Outstanding) — Durchschnittliche Dauer vom Rechnungsdatum bis zum Zahlungseingang. Zentrale Kennzahl für Cashflow und Liquidität.EDI (Elektronischer Datenaustausch) — Strukturierter Austausch von Geschäftsdokumenten zwischen B2B-Partnern ohne E-Mails oder manuelle Dateneingabe.INVOIC — Die EDIFACT-Handelsrechnungsnachricht – direkter Datenaustausch zwischen Lieferant und Kunde (zu unterscheiden von der fiskalischen E-Rechnung).ASN / DESADV (Vorab-Lieferavis) — Elektronische Lieferbenachrichtigung (EDI), die vor Eintreffen der Ware an den Händler gesendet wird – beschreibt Paletten, Chargen und Mengen. Aktualisiert: 2026-07-17