← Zurück zum Glossar Kategorie: Finanzen · Akronym: Cash-flow Cashflow Kurze Antwort: Der tatsächliche Geldfluss in und aus einem Unternehmen über einen Zeitraum – ein Maßstab für Liquidität, nicht für Gewinn. Das WichtigsteOperativer Cashflow — Kundenzahlungen abzüglich Zahlungen an Lieferanten, Gehälter und SteuernCashflow aus Investitionstätigkeit — Kauf/Verkauf von Vermögenswerten (Maschinen, Immobilien)Cashflow aus Finanzierungstätigkeit — aufgenommene/zurückgezahlte Kredite, Kapitaleinlagen, Dividenden Was ist Cashflow? Der Cashflow (Geldfluss) misst das Kapital, das in einem Zeitraum tatsächlich in das Unternehmen hineinfließt und es verlässt. Im Gegensatz zum Gewinn (periodengerechte Abgrenzung) zeigt der Cashflow, ob das Unternehmen tatsächlich über liquide Mittel verfügt, um Lieferanten, Gehälter und Steuern zu bezahlen. Die drei Komponenten Operativer Cashflow — Kundenzahlungen abzüglich Zahlungen an Lieferanten, Gehälter und Steuern Cashflow aus Investitionstätigkeit — Kauf/Verkauf von Vermögenswerten (Maschinen, Immobilien) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit — aufgenommene/zurückgezahlte Kredite, Kapitaleinlagen, Dividenden Warum profitable Unternehmen insolvent gehen können Ein Unternehmen kann in der GuV einen Gewinn ausweisen, aber dennoch zahlungsunfähig werden, wenn: die Forderungslaufzeit (DSO) die Verbindlichkeitenlaufzeit (DPO) überschreitet, Lagerbestände zu hoch sind oder die Umsatzsteuer auf noch nicht bezahlte Rechnungen (Soll-Versteuerung) vorfinanziert werden muss. Operative Hebel zur Cashflow-Optimierung DSO senken — schnelle Rechnungsstellung, Forderungsmanagement, B2B-Portal für Bestellungen und Zahlungen Lagerbestände optimieren — weniger im Lager gebundenes Kapital (siehe Sicherheitsbestand) Zahlungsabgleich — automatisierter Bankabgleich für Echtzeit-Transparenz Wie Azuvio unterstützt Azuvio verkürzt den Order-to-Cash-Zyklus: schnellere Bestellprozesse (OMS/B2B-Portal), sofortige E-Rechnungsstellung und automatischer Abgleich von Banktransaktionen mit offenen Posten. Das Ergebnis: niedrigere DSO-Werte und tägliche Transparenz über die Liquiditätsposition. Häufige FragenWas ist der Unterschied zwischen Gewinn und Cashflow?Gewinn (GuV) ist der Ertrag abzüglich der Aufwendungen auf Rechnungsbasis. Cashflow ist das tatsächlich verfügbare Geld. Man kann Gewinn machen, aber kein Bargeld haben, wenn Kunden noch nicht gezahlt haben.Wie kann ich den Cashflow schnell verbessern?Durch Senkung der DSO (schnelleres Inkasso), Aushandeln längerer Zahlungsziele (DPO) bei Lieferanten, Lageroptimierung und, sofern möglich, Nutzung der Ist-Versteuerung zur Vermeidung der USt-Vorfinanzierung.Wie hilft ein operatives System beim Cashflow-Management?Es beschleunigt den gesamten Order-to-Cash-Zyklus (Auftrag → Lieferung → Rechnung → Zahlungseingang) und bietet durch automatischen Bankabgleich Echtzeit-Einblick in offene Forderungen und Zahlungseingänge. Wo Azuvio ansetztSoftware OMSConformitate ANAFPortal B2B Verwandte BegriffeGewinn- und Verlustrechnung (GuV) — Zusammenstellung der Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens zur Ermittlung des Unternehmensergebnisses (Gewinn oder Verlust) in einem Zeitraum.DSO (Days Sales Outstanding) — Durchschnittliche Dauer vom Rechnungsdatum bis zum Zahlungseingang. Zentrale Kennzahl für Cashflow und Liquidität.DPO (Days Payable Outstanding) — Durchschnittliche Anzahl an Tagen vom Erhalt der Lieferantenrechnung bis zur tatsächlichen Zahlung (Kreditorenlaufzeit).Istversteuerung (Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten) — Optionales Verfahren, bei dem die Umsatzsteuer erst bei Zahlungseingang fällig wird, nicht bereits bei Rechnungsstellung. Aktualisiert: 2026-07-17