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Kategorie: Logistik · Akronym: FEFO
FEFO (First Expired, First Out)
Kurze Antwort: Die Kommissionierungsstrategie, bei der Bestände mit dem kürzesten Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) zuerst ausgelagert werden – essenziell für verderbliche Waren.
Das Wichtigste
- FIFO — Die zuerst eingegangene Charge verlässt das Lager zuerst.
- FEFO — Die zuerst ablaufende Charge verlässt das Lager zuerst.
Was FEFO ist
FEFO (First Expired, First Out) stellt sicher, dass Chargen mit dem nächsten Ablaufdatum zuerst versandt werden, unabhängig vom Wareneingangsdatum (Unterschied zu FIFO). Dies ist zwingend erforderlich für Lebensmittel, Pharmazeutika, Kosmetika und Chemikalien.
FEFO vs. FIFO
FIFO — Die zuerst eingegangene Charge verlässt das Lager zuerst.
FEFO — Die zuerst ablaufende Charge verlässt das Lager zuerst.
Wenn Chargen in einer anderen Reihenfolge eintreffen, als sie ablaufen (z. B. durch unterschiedliche Produktionszyklen), ist FEFO die einzige Methode, um Lagerhüter mit abgelaufenem Datum zu vermeiden.
Warum es wichtig ist
Ohne FEFO drohen: abgelaufene Produkte im Bestand (Direktverlust), Retouren vom Einzelhandel und Compliance-Risiken. Große Händler wie EDEKA oder REWE fordern oft eine Mindestrestlaufzeit (MRL) bei Anlieferung (z. B. 2/3 der Gesamthaltbarkeit).
Wie Azuvio hilft
Das Azuvio WMS verwaltet Chargen und MHD für jede Einheit, steuert die Kommissionierung nach FEFO und blockiert automatisch den Versand von Chargen, welche die spezifische Mindestrestlaufzeit des Empfängers unterschreiten.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen FEFO und FIFO?
- FIFO versendet die zuerst eingegangene Ware. FEFO versendet die Ware, die zuerst abläuft. Wenn die Eingangsreihenfolge nicht der Ablaufreihenfolge entspricht, schützt nur FEFO vor Bestandsverlusten.
- Erfordert FEFO eine Chargenrückverfolgung?
- Ja. FEFO ist ohne lückenlose Aufzeichnung von Charge und Verfallsdatum pro Einheit nicht möglich – eine Kernfunktion eines modernen WMS mit Traceability.
- Was bedeutet Mindestrestlaufzeit (MRL)?
- Der Anteil der Haltbarkeit, der bei Anlieferung beim Kunden noch vorhanden sein muss (z. B. verlangt der Handel oft 60-70 %). Das WMS kann den Versand von Chargen stoppen, die diesen Schwellenwert unterschreiten.
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