← Zurück zum Glossar Kategorie: Operations Inventur (Bestandsaufnahme) Kurze Antwort: Der Prozess der physischen Überprüfung von Lagerbeständen und deren Abgleich mit den Buchwerten zur Ermittlung des tatsächlichen Vermögensstatus. Das WichtigsteJährlich — Die Stichtagsinventur ist für den Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben (gemäß § 240 HGB und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, GoBD).Bei Inhaberwechsel, Fusion, Liquidation oder bei Feststellung von unvorhersehbaren Verlusten. Was ist eine Inventur? Die Inventur ist der Prozess der physischen Aufnahme (Zählen, Wiegen, Messen) aller Bestände und deren Abgleich mit den Buchwerten (Lagerbuchhaltung/WMS). Ziel ist es, den Ist-Zustand festzustellen und Differenzen (Mehr- oder Minderbestände) zu korrigieren. Wann ist sie verpflichtend? Jährlich — Die Stichtagsinventur ist für den Jahresabschluss gesetzlich vorgeschrieben (gemäß § 240 HGB und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung, GoBD). Bei Inhaberwechsel, Fusion, Liquidation oder bei Feststellung von unvorhersehbaren Verlusten. Phasen des Prozesses Inventuranweisung und Bildung des Inventurteams Physische Aufnahme (Erstellung der Inventurlisten) Abgleich von Ist-Bestand und Soll-Bestand Ermittlung von Differenzen (Inventurdifferenzen) Buchung der Ergebnisse in der Finanzbuchhaltung (z. B. in SAP oder DATEV) Stichtagsinventur vs. Permanente Inventur Die jährliche Vollinventur erfordert oft einen Betriebsstopp und ist sehr arbeitsintensiv. Die permanente Inventur oder Stichprobeninventur ermöglicht eine kontinuierliche Überprüfung von Teilbeständen, wodurch die Genauigkeit hoch bleibt, ohne den Lagerbetrieb unterbrechen zu müssen – operativ die empfohlene Methode. Wie Azuvio unterstützt Durch ein WMS mit Barcode-/Chargenscan und Echtzeit-Synchronisation zur Buchhaltung hält Azuvio den Buchbestand stets nah am physischen Bestand. Die jährliche Inventur wird so zur schnellen Bestätigung statt zur mühsamen Suche nach Differenzen. Häufige FragenWie oft ist eine Inventur gesetzlich vorgeschrieben?Die allgemeine Inventur ist mindestens einmal jährlich zum Bilanzstichtag sowie bei besonderen Ereignissen (Eigentümerwechsel, Liquidation, Schäden) erforderlich.Was ist der Unterschied zwischen Stichtagsinventur und permanenter Inventur?Die Stichtagsinventur erfasst alle Bestände zu einem festen Zeitpunkt (meist mit Betriebsstopp). Die permanente Inventur verteilt die Zählung über das Jahr, sodass die Bestände laufend ohne Stillstand aktuell gehalten werden.Wie geht man mit Inventurdifferenzen um?Mehr- und Minderbestände müssen buchhalterisch erfasst werden. Ungeklärte Fehlbestände wirken sich als Aufwand gewinnmindernd aus. Die Ursachen sollten analysiert werden, um Schwund oder Prozessfehler künftig zu vermeiden. Wo Azuvio ansetztSoftware WMSWMS pentru 3PLConectori ERP Verwandte BegriffePermanentinventur (Cycle Counting) — Fortlaufende Zählung kleiner Artikelgruppen ohne Betriebsunterbrechung – die moderne Alternative zur Stichtagsinventur.Wareneingangsbeleg (WE) / Goods Receipt Note (GRN) — Internes Dokument zur Bestätigung des physischen Wareneingangs im Lager – das Bindeglied zwischen Lieferschein des Lieferanten und der Eingangsrechnung.WMS (Warehouse Management System) — Das System zur Orchestrierung physischer Lagerabläufe: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand.Bewertungsmethoden für Vorräte (FIFO, LIFO, Durchschnittswert) — Bilanzielle Verfahren zur Bewertung des Lagerabgangs: First-in-First-out, Last-in-First-out oder gewogener Durchschnittspreis. Aktualisiert: 2026-07-17