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Kategorie: Finanzen
Summen- und Saldenliste (SuSa)
Kurze Antwort: Monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), die Soll- und Haben-Salden gegenüberstellt und als Basis für USt-Voranmeldungen, GoBD-Exporte und den Jahresabschluss dient.
Das Wichtigste
- Alle buchführungspflichtigen Unternehmen im Rahmen der doppelten Buchführung
- Erstellung monatlich, meist bis zum 10. des Folgemonats (Frist für die USt-Voranmeldung)
- Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren gemäß § 147 AO und den GoBD-Richtlinien
Was die Summen- und Saldenliste (SuSa) ist
Die Summen- und Saldenliste (SuSa) ist die monatliche Buchhaltungsauswertung, die jedes Konto des Kontenplans (z. B. SKR 03 oder SKR 04) mit seinem Eröffnungsbilanzwert, den Periodenbewegungen (Soll + Haben) und dem Endsaldo auflistet. Ihre Doppelrolle: (1) Arithmetischer Nachweis — die Summe aller Soll-Salden muss der Summe aller Haben-Salden entsprechen; (2) Datenquelle für die Umsatzsteuer-Voranmeldung, die Zusammenfassende Meldung (ZM) sowie die Grundlage für die Bilanz bzw. EÜR.
Wer sie erstellt und wann
Alle buchführungspflichtigen Unternehmen im Rahmen der doppelten Buchführung
Erstellung monatlich, meist bis zum 10. des Folgemonats (Frist für die USt-Voranmeldung)
Aufbewahrungspflicht von 10 Jahren gemäß § 147 AO und den GoBD-Richtlinien
Gängige Varianten
Standard-SuSa — Sachkontenebene mit Eröffnungs- und Schlussbilanzwerten
Debitoren-/Kreditoren-SuSa — Detaillierte Auflistung der Offenen Posten pro Kunde/Lieferant
Kostenstellen-SuSa — Aufschlüsselung nach Profit-Centern oder Projekten für das Controlling
Erstellung in gängigen Systemen
DATEV (Rechnungswesen) → *Auswertungen → Finanzbuchführung → Summen- und Saldenliste* (Export als PDF/Excel/CSV)
Lexware / Sage 100 → Bereich Buchhaltung, Menüpunkt Berichte/Auswertungen
SAP Business One / Microsoft Dynamics 365 BC → Finanzwesen-Modul, automatischer Periodenabschluss
Häufige Fehler
1. „SuSa stimmt nicht mit der USt-Voranmeldung überein“ — Dies passiert oft, wenn die Liste generiert wird, bevor die Umsatzsteuer-Verrechnungsläufe oder Abgrenzungen durchgeführt wurden. Zuerst den Buchungslauf abschließen.
2. „Ungeklärte Posten auf Interimskonten“ — Transitkonten (z. B. Geldtransit) sollten am Monatsende gegen Null laufen. Salden auf diesen Konten deuten auf fehlende Belege oder unklare Bankzuordnungen hin.
3. „Differenzen zwischen ERP und DATEV“ — Ohne automatische Synchronisation zwischen dem operativen System (WMS/OMS) und der Buchhaltungssoftware driften Bestände und Forderungen auseinander, was die GoBD-Konformität gefährdet.
Wo Azuvio ins Spiel kommt
Azuvio ersetzt nicht DATEV, Lexware oder SAP — Ihr Buchhaltungstool bleibt die „Source of Truth“ für die SuSa. Azuvio extrahiert operative Belege (aus OMS, WMS, EDI, E-Commerce) und übergibt sie automatisiert an Ihr ERP- oder Buchhaltungssystem. Dadurch ist die SuSa bereits beim ersten Durchlauf vollständig und korrekt. Ihr Steuerberater arbeitet weiterhin mit DATEV; Sie sparen jedoch bis zu 8 Stunden pro Monat an manueller Datenerfassung.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zwischen SuSa und Bilanz?
- Die **SuSa** wird monatlich erstellt und listet die Salden aller Konten zur internen Kontrolle auf. Die **Bilanz** ist der Jahresabschluss (zum 31.12.), der Vermögen (Aktiva) und Kapital (Passiva) für das Finanzamt und den Bundesanzeiger zusammenfasst.
- Kann ich die SuSa in Excel statt in einer Buchhaltungssoftware führen?
- Technisch möglich, aber rechtlich riskant. Ab ca. 100 Transaktionen/Monat führen Formelfehler und fehlende Revisionssicherheit (GoBD) zu Problemen. Tools wie DATEV oder Lexware erstellen die Liste automatisch und rechtssicher.
- Wie prüfe ich, ob meine SuSa korrekt ist?
- **Summe Soll = Summe Haben** in der Fußzeile. Interimskonten und Konten für „ungeklärte Posten“ sollten nahe Null sein. Die USt-Konten müssen exakt mit der eingereichten Voranmeldung korrespondieren.
- Erstellt Azuvio die SuSa für mich?
- Nein. Die Erstellung bleibt Aufgabe Ihres Buchhaltungssystems (DATEV, SAP, Sage). Azuvio stellt jedoch sicher, dass **jede operative Rechnung** vollständig und pünktlich in diesem Tool landet, damit die SuSa ohne manuelles Nachpflegen korrekt ist.
Verwandte Begriffe
- Journal (Grundbuch) — Gesetzlich vorgeschriebenes Buchführungsinstrument zur chronologischen Erfassung aller Geschäftsvorfälle – die Basis der doppelten Buchführung gemäß GoBD.
- Ausgangsbuch (Verkaufstagebuch) — Zentrales Buchhaltungsregister, das alle ausgestellten Rechnungen chronologisch mit Netto-Betrag und Umsatzsteuer auflistet – die Basis für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die GoBD-Konformität.
- Eingangsbuch (Einkaufsjournal) — Zentrales Buchhaltungsregister zur Erfassung aller eingehenden Lieferantenrechnungen und der abzugsfähigen Vorsteuer – die primäre Basis für die Vorsteuererstattung gegenüber dem Finanzamt.
- Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA / ZM) — Monatliche oder vierteljährliche Meldung der Umsatzsteuerzahllast (Ausgangssteuer abzüglich Vorsteuer) an das Finanzamt via ELSTER.
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