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Das Wichtigste
- Die Rechnung muss zwingend auf die korrekte Firmierung und USt-IdNr. ausgestellt sein.
- Bestimmte Kategorien erfordern zusätzliche Belege (z. B. Bewirtungsbelege, Reisekostenabrechnungen).
- Vorsteuer bei Firmenwagen und Kraftstoffen unterliegt oft besonderen Abzugsbeschränkungen (z. B. 50/50-Regelung oder Fahrtenbuch).
- Einkäufe für steuerfreie Umsätze (die den Vorsteuerabzug ausschließen) führen zu nicht abzugsfähiger Vorsteuer.
Was das Eingangsbuch ist
Das Eingangsbuch (oder Einkaufsjournal) ist ein chronologisches Verzeichnis aller eingegangenen Lieferantenrechnungen eines Abrechnungszeitraums. Es enthält: Rechnungsnummer, Datum, USt-IdNr. des Lieferanten, Name, Nettobetrag nach Steuersätzen, abzugsfähige Vorsteuer und den Gesamtbetrag. Es dient als Grundlage für die Vorsteuerbeträge in der Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA) und erfüllt die Nachweispflichten gemäß GoBD und § 14 UStG.
Kritische Regeln zum Vorsteuerabzug
Die Rechnung muss zwingend auf die korrekte Firmierung und USt-IdNr. ausgestellt sein.
Bestimmte Kategorien erfordern zusätzliche Belege (z. B. Bewirtungsbelege, Reisekostenabrechnungen).
Vorsteuer bei Firmenwagen und Kraftstoffen unterliegt oft besonderen Abzugsbeschränkungen (z. B. 50/50-Regelung oder Fahrtenbuch).
Einkäufe für steuerfreie Umsätze (die den Vorsteuerabzug ausschließen) führen zu nicht abzugsfähiger Vorsteuer.
Erstellung in gängigen Systemen
DATEV / Lexware → *Auswertungen → Rechnungseingangsbuch* (mit automatischer Trennung nach Vorsteuersätzen).
SAP Business One / MS Dynamics 365 BC → Integrierte Kreditorenbuchhaltung mit automatischem Journalexport.
Sage 100 → Modul Rechnungswesen / Einkauf.
Häufige Probleme im Prozess
1. „Lieferantenrechnungen erreichen die Buchhaltung zu spät“ — In Unternehmen mit mehreren Standorten verbleiben Rechnungen oft in E-Mails oder auf Schreibtischen. Lösung: Zentrales Portal zur Rechnungserfassung mit automatischer Validierung.
2. „Vorsteuer im falschen Monat geltend gemacht“ — Die Vorsteuer ist grundsätzlich in dem Monat abziehbar, in dem die Rechnung vorliegt UND die Leistung erbracht wurde. Differenzen führen zu Fehlern in der UStVA.
3. „Rechnungen von Kleinunternehmern mit USt erfasst“ — Das System muss automatisch prüfen, ob ein Lieferant zum Vorsteuerabzug berechtigt ist (USt-IdNr. Prüfung via VIES/Finanzamt).
4. „Innergemeinschaftliche Erwerbe ohne Reverse-Charge“ — Erwerbe aus dem EU-Ausland müssen GLEICHZEITIG als abtragspflichtige Steuer und abzugsfähige Vorsteuer gebucht werden. Fehlt dies im Eingangsbuch, ist die UStVA fehlerhaft.
Wie Azuvio unterstützt
Azuvio zentralisiert den Rechnungseingang über alle Kanäle: Peppol (E-Rechnung), E-Mail, Lieferantenportal, EDI (INVOIC) und manueller Upload. Es validiert automatisch USt-IdNr., Steuersätze sowie Beträge und überträgt die validierten Daten direkt in Ihr ERP- oder Buchhaltungssystem (DATEV, SAP, Microsoft Dynamics, Sage). Der Buchhalter sieht im Eingangsbuch jede empfangene Rechnung vollständig validiert, ohne E-Mails durchsuchen zu müssen.
Häufige Fragen
- In welchem Monat ziehe ich die Vorsteuer ab?
- In dem Monat, in dem die Rechnung vorliegt und die Leistung ausgeführt wurde. Bei der Ist-Versteuerung kann zudem der Zeitpunkt der Zahlung entscheidend sein.
- Kann ich Vorsteuer aus einem Kassenbon ziehen?
- Ja, aber nur als Kleinbetragsrechnung bis 250 € (brutto). Der Beleg muss dennoch alle Pflichtangaben nach § 33 UStDV enthalten. Über 250 € ist eine vollständige Rechnung mit USt-IdNr. des Empfängers zwingend.
- Wie prüfe ich, ob eine USt-IdNr. gültig ist?
- Über das offizielle Bestätigungsverfahren des BZSt oder automatisierte API-Dienste. Azuvio führt diese Prüfung bei jedem Rechnungseingang automatisch durch.
- Ersetzt Azuvio mein Buchhaltungsprogramm?
- Nein. Azuvio fungiert als Smart Operations Layer. Das Eingangsbuch verbleibt in Ihrem ERP/Buchhaltungstool (DATEV, SAP etc.). Azuvio stellt sicher, dass dieses Journal mit validen, lückenlosen Daten gespeist wird.
Verwandte Begriffe
- Ausgangsbuch (Verkaufstagebuch) — Zentrales Buchhaltungsregister, das alle ausgestellten Rechnungen chronologisch mit Netto-Betrag und Umsatzsteuer auflistet – die Basis für die Umsatzsteuer-Voranmeldung und die GoBD-Konformität.
- Umsatzsteuer-Voranmeldung (UStVA / ZM) — Monatliche oder vierteljährliche Meldung der Umsatzsteuerzahllast (Ausgangssteuer abzüglich Vorsteuer) an das Finanzamt via ELSTER.
- Zusammenfassende Meldung (ZM / B2B-Meldewesen) — Eine steuerliche Meldung über innerstaatliche und innergemeinschaftliche Lieferungen und Leistungen, die monatlich oder quartalsweise von umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen an das Finanzamt übermittelt wird.
- Wareneingangsbeleg (WE) / Goods Receipt Note (GRN) — Internes Dokument zur Bestätigung des physischen Wareneingangs im Lager – das Bindeglied zwischen Lieferschein des Lieferanten und der Eingangsrechnung.
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