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Kategorie: B2B-Handel · Akronym: Procurement
Beschaffung (Procurement)
Kurze Antwort: Die Beschaffungsfunktion eines Unternehmens: Identifizierung von Bedarfen, Lieferantenauswahl, Verhandlung, Bestellung und Empfang von Waren und Dienstleistungen zu optimalen Gesamtkosten.
Das Wichtigste
- Bedarfsanforderung — genehmigter interner Bedarf
- Bestellung (Purchase Order) — offizieller Auftrag an den Lieferanten
- Wareneingang — Bestätigung der Warenlieferung (Lieferschein/WE-Schein)
- Drei-Wege-Abgleich (Three-way match) — Abgleich von Bestellung ↔ Wareneingang ↔ Rechnung
- Zahlung — Begleichung der Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten
Was Beschaffung (Procurement) bedeutet
Beschaffung ist die Funktion, über die ein Unternehmen die für den Betrieb erforderlichen Waren und Dienstleistungen bezieht: Bedarfsermittlung, Lieferantenauswahl und -bewertung, Vertragsverhandlungen, Erteilung der Bestellung (PO), Warenempfang und Prüfung. Das strategische Ziel ist nicht der „niedrigste Preis“, sondern die optimalen Gesamtkosten (Total Cost of Ownership - TCO): Preis + Qualität + Lieferzeit + Lieferantenrisiko.
Procurement vs. Einkauf (Purchasing)
Einkauf (Purchasing) = der transaktionale Akt der Bestellung und Bezahlung. Beschaffung (Procurement) = der umfassendere strategische Prozess: Sourcing, Vertragsgestaltung, Lieferantenbeziehungsmanagement, Risikominimierung und Optimierung der Gesamtkosten. Die Geschäftsführung betrachtet das Procurement als direkten Hebel für die Gewinnmarge.
Der Procure-to-Pay-Zyklus
Bedarfsanforderung — genehmigter interner Bedarf
Bestellung (Purchase Order) — offizieller Auftrag an den Lieferanten
Wareneingang — Bestätigung der Warenlieferung (Lieferschein/WE-Schein)
Drei-Wege-Abgleich (Three-way match) — Abgleich von Bestellung ↔ Wareneingang ↔ Rechnung
Zahlung — Begleichung der Verbindlichkeit gegenüber dem Lieferanten
Strategische Procurement-KPIs
Kosteneinsparungen im Vergleich zum Budget
Lieferanten-Durchlaufzeit und Termintreue (OTIF)
Maverick Spend (Einkäufe außerhalb standardisierter Prozesse)
Supplier Scorecard (Bewertung der Lieferantenleistung)
Wie Azuvio unterstützt
Azuvio fungiert als Smart Operations Layer, der nahtlos an das ERP (z. B. SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 oder DATEV) angebunden ist, und digitalisiert den Beschaffungsfluss: automatische Nachschubbestellungen basierend auf Schwellenwerten, ein Lieferantenportal, elektronische Bestätigungen und der Drei-Wege-Abgleich, bevor die Daten die Buchhaltung erreichen. Azuvio ist keine Buchhaltungssoftware — es führt nicht die Kreditorenbuchhaltung, sondern automatisiert den operativen Prozess und sendet vorvalidierte Dokumente an das Buchhaltungs- oder ERP-System.
Häufige Fragen
- Was bedeutet Procurement?
- Procurement ist die Funktion, über die ein Unternehmen benötigte Waren und Dienstleistungen beschafft: von der Bedarfsermittlung über die Lieferantenauswahl, Verhandlung, Bestellung und Prüfung bis hin zu den optimalen Gesamtkosten.
- Was ist der Unterschied zwischen Procurement und Purchasing?
- Purchasing (Einkauf) ist der rein transaktionale Akt des Bestellens und Bezahlens. Procurement (Beschaffung) ist der strategische Gesamtprozess: Sourcing, Vertragsmanagement, Risikoreduzierung und Kostenoptimierung.
- Was ist der Procure-to-Pay-Zyklus?
- Es ist der vollständige Prozess vom internen Bedarf (Anforderung) über die Bestellung (PO), den Wareneingang und den Drei-Wege-Abgleich (Bestellung ↔ Wareneingang ↔ Rechnung) bis hin zur Zahlung an den Lieferanten.
- Wie hilft Azuvio bei der Beschaffung?
- Azuvio automatisiert Nachschubbestellungen bei Bestandsschwellenwerten, bietet ein Lieferantenportal sowie den Drei-Wege-Abgleich und überträgt vorvalidierte Dokumente an das ERP/Buchhaltungs-System. Azuvio ist keine Buchhaltungssoftware.
Verwandte Begriffe
- Procure-to-Pay (P2P) — Der vollständige Beschaffungszyklus: Anforderung → Bestellung → Wareneingang → Rechnung → Zahlung → Abgleich.
- Bestellung (Purchase Order) — Das offizielle Dokument, mit dem Sie bei einem Lieferanten einkaufen: vereinbarte Produkte, Mengen, Preise und Konditionen.
- VMI (Vendor Managed Inventory) — Der Lieferant steuert den Warenbestand beim Kunden oder im Regal – Nachbestellungen werden bei Erreichen von Schwellenwerten automatisch ausgelöst, statt manuell beauftragt zu werden.
- Lieferanten-Scorecard — Eine Bewertung der Lieferantenleistung basierend auf Kennzahlen wie Termintreue, Compliance und Qualität.
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