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Kategorie: Finanzen · Akronym: SAF-T
GoBD / GDPdU (Standard Audit File for Tax)
Kurze Antwort: Monatliche, granulare steuerliche Datenbereitstellung: Jede Rechnung, Lagerbewegung und jeder Sachkonteneintrag – verpflichtend gemäß GoBD.
Das Wichtigste
- Stammdaten: Kunden, Lieferanten, Produkte, Kontenrahmen (SKR 03/04)
- Hauptbuch: Alle Buchungsbewegungen mit Soll-/Haben-Konten
- Verkaufs- und Einkaufsrechnungen: Detaillierte Positionen, USt-Sätze pro Zeile, Artikelnummern
- Lagerbewegungen: Wareneingänge, Umbuchungen, Verbrauch, Kommissionierung, Versand – pro Lagerort
- Zahlungsverkehr: Pro Partner und Zahlungsmethode
Was SAF-T / GoBD-Compliance bedeutet
SAF-T (Standard Audit File for Tax) ist der OECD-Standard für die granulare Steuerberichterstattung. Während Rumänien dies über die D406 implementiert hat (seit Januar 2025 für alle USt-Pflichtigen verpflichtend), gelten in Deutschland die GoBD-Richtlinien für den Datenzugriff und die Prüfbarkeit digitaler Unterlagen (Z1, Z2, Z3 Zugriff).
Was ein granularer Steuerdatensatz enthalten muss
Ein konformer Export für die Betriebsprüfung umfasst üblicherweise:
Stammdaten: Kunden, Lieferanten, Produkte, Kontenrahmen (SKR 03/04)
Hauptbuch: Alle Buchungsbewegungen mit Soll-/Haben-Konten
Verkaufs- und Einkaufsrechnungen: Detaillierte Positionen, USt-Sätze pro Zeile, Artikelnummern
Lagerbewegungen: Wareneingänge, Umbuchungen, Verbrauch, Kommissionierung, Versand – pro Lagerort
Zahlungsverkehr: Pro Partner und Zahlungsmethode
Warum dies für KMU eine Herausforderung ist
Im Gegensatz zu aggregierten Meldungen erfordert die granulare Compliance, dass jede Zeile einen eindeutigen Produktcode, standardisierte Maßeinheiten, ein zugeordnetes Buchungskonto und einen Lagerort besitzt. Buchhaltungssysteme (DATEV, Lexware, SAP Business One) bieten Exportfunktionen an, aber die Datenqualität hängt von den vorgelagerten operativen Daten ab.
Typische Fehler bei der Steuerprüfung / Validierung
1. Uneinheitliche Produktcodes – dieselbe SKU hat in der Rechnung einen anderen Code als im Wareneingang.
2. Nicht-standardisierte Maßeinheiten – «Stk» vs. «STÜCK» vs. «pcs» führt zu Validierungsfehlern.
3. Fehlende Kontenzuordnung pro Zeile – Artikel ohne gemapptes Erlöskonto (z.B. 8400/8100).
4. Fehlende Lagerzuordnung – Bestandsveränderungen ohne Lager-ID (bei Multi-Warehouse-Strukturen).
5. Differenzen in der Umsatzsteuer – Rechnungs-Gesamtsteuer ≠ Summe der Positionssteuern.
Wie ein modernes Operations Layer hilft
Ein System wie Azuvio, das als PIM + WMS + OMS über DATEV oder SAP Business One fungiert, stellt sicher, dass die für die Steuerprüfung erforderlichen granularen Daten vom ersten Tag an vollständig sind – eindeutige Codes, Standard-Maßeinheiten, pro Produktkategorie gemappte Buchungskonten und automatisch zugewiesene Lagerorte bei jeder Bewegung.
Häufige Fragen
- Was ist SAF-T (D406)?
- SAF-T (Standard Audit File for Tax) ist der OECD-Standard für granulare Steuerdaten. In Rumänien ist dies die Meldung D406, in Deutschland wird die granulare Bereitstellung durch die GoBD und GDPdU-Schnittstellen (Datenträgerüberlassung) geregelt.
- Wer ist zur Bereitstellung dieser Daten verpflichtet?
- Grundsätzlich alle Unternehmen. In Rumänien müssen seit Januar 2025 alle USt-Pflichtigen die D406 monatlich (bzw. quartalsweise für Kleinstunternehmen) einreichen. In Deutschland müssen GoBD-konforme Daten jederzeit für eine Außenprüfung bereitstehen.
- Was sind die Fristen für die Einreichung?
- Die rumänische D406-Frist ist der 31. des Folgemonats. In Deutschland gibt es keine monatliche Einreichung dieser Granularität, aber die Daten müssen unveränderbar archiviert und im Falle einer Prüfung (Z3-Zugriff) sofort im passenden Format exportierbar sein.
- Erzeugen DATEV oder SAP Business One diese Exporte?
- Ja, sie verfügen über entsprechende Schnittstellen. Die Qualität der Exporte hängt jedoch von der Datenpflege im operativen Geschäft ab – fehlen Kontenzuordnungen oder sind Produktcodes inkonsistent, ist der Export fehlerhaft.
- Wie unterstützt Azuvio bei der Steuer-Compliance?
- Es zentralisiert Produktcodes im PIM, weist im WMS jedem Vorgang automatisch den richtigen Lagerort zu, mappt Buchungskonten pro Kategorie und übergibt die Daten vollständig an das ERP/Buchhaltungssystem, damit der Export fehlerfrei gelingt.
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