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Kategorie: Finanzen · Akronym: D390
Zusammenfassende Meldung (ZM – Intra-EU Lieferungen und Leistungen)
Kurze Antwort: Monatliche oder vierteljährliche Meldung über innergemeinschaftliche Lieferungen, Erwerbe und Dienstleistungen zwischen USt-identifizierten Unternehmen, die an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) via ELSTER übermittelt wird und das EU-weite VIES-System speist.
Das Wichtigste
- Art des Umsatzes: Kennziffern für Lieferungen, sonstige Leistungen oder Dreiecksgeschäfte
- Die USt-IdNr. des Geschäftspartners aus dem Mitgliedstaat (Länderpräfix + Nummer, z. B. FR, IT, AT)
- Bemessungsgrundlage (Summe der Entgelte) pro Partner und Umsatzart
Was die Zusammenfassende Meldung (ZM) ist
Die Zusammenfassende Meldung (ZM) ist die steuerliche Meldung über innergemeinschaftliche Warenlieferungen, innergemeinschaftliche Erwerbe, sowie im EU-Ausland erbrachte und empfangene Dienstleistungen (Reverse-Charge). Sie wird in der Regel monatlich oder vierteljährlich (je nach Umsatzhöhe) bis zum 25. Tag des Folgemonats via ELSTER eingereicht. Ihr Zweck: Den Steuerbehörden der EU den Abgleich von Transaktionen über das MwSt-Informationsaustauschsystem (VIES) zu ermöglichen.
Wer die ZM abgeben muss
Jedes umsatzsteuerlich registrierte Unternehmen, das innergemeinschaftliche Geschäfte mit Partnern tätigt, die eine gültige USt-IdNr. in einem anderen EU-Mitgliedstaat besitzen. Wenn in einem Meldezeitraum keine innergemeinschaftlichen Transaktionen stattgefunden haben, muss (im Gegensatz zur USt-Voranmeldung) in der Regel keine ZM abgegeben werden.
Was die ZM enthält
Art des Umsatzes: Kennziffern für Lieferungen, sonstige Leistungen oder Dreiecksgeschäfte
Die USt-IdNr. des Geschäftspartners aus dem Mitgliedstaat (Länderpräfix + Nummer, z. B. FR, IT, AT)
Bemessungsgrundlage (Summe der Entgelte) pro Partner und Umsatzart
Verhältnis zu VIES, USt-VA und GoBD
Die Werte der ZM müssen zwingend mit den entsprechenden Zeilen der Umsatzsteuer-Voranmeldung (USt-VA) übereinstimmen. Jede USt-IdNr. des Partners muss zum Zeitpunkt der Leistungserbringung in VIES gültig sein — eine ungültige Nummer führt zur Versagung der Steuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen und zieht Rückfragen des Finanzamtes nach sich. Gemäß GoBD ist die Prüfung der USt-IdNr. Teil der kaufmännischen Sorgfaltspflicht.
Häufige Fehler
1. „Verwendung einer veralteten USt-IdNr.“ — Der Partner hat seine Nummer geändert oder verloren, und der VIES-Abgleich schlägt fehl. Validieren Sie die Nummer vor jeder innergemeinschaftlichen Rechnung.
2. „Einbeziehung von B2C-Transaktionen“ — Die ZM ist rein für den B2B-Bereich zwischen USt-Identifizierten vorgesehen. Verkäufe an Endverbraucher (OSS/IOSS-Verfahren) gehören nicht hierher.
3. „Fehler bei Dreiecksgeschäften“ — Für Dreiecksgeschäfte gelten besondere Kennziffern, die häufig übersehen oder falsch zugeordnet werden.
Wie Azuvio unterstützt
Azuvio ist keine Buchhaltungssoftware und erstellt die ZM nicht selbst — die Meldung verbleibt in Ihrem Buchhaltungssystem oder ERP (DATEV, SAP Business One, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Sage 100). Als operativer Layer, der mit Ihrem ERP vernetzt ist, bietet Azuvio jedoch entscheidende Vorteile: Validierung der USt-IdNr. des Partners in VIES direkt bei Auftragserfassung, korrekte Kennzeichnung innergemeinschaftlicher Vorgänge und Übergabe vorkontierter Daten an die Buchhaltung. Wenn Ihr Steuerberater oder die Buchhaltung die ZM ausführt, sind alle Nummern bereits geprüft und es gibt keine Ablehnungen oder zeitaufwändige Korrekturläufe.
Häufige Fragen
- Was ist die Zusammenfassende Meldung (ZM)?
- Die ZM ist eine regelmäßige Meldung über grenzüberschreitende B2B-Umsätze innerhalb der EU. Sie dient der Kontrolle der Umsatzsteuerbefreiung und wird elektronisch an das Bundeszentralamt für Steuern übermittelt.
- Wer ist zur Abgabe der ZM verpflichtet?
- Jeder Unternehmer, der innergemeinschaftliche Lieferungen oder Leistungen an andere Unternehmen in der EU erbringt oder Dreiecksgeschäfte tätigt.
- Was wird in der ZM gemeldet?
- Gemeldet werden die USt-IdNr. des EU-Kunden sowie die Summe der jeweiligen Bemessungsgrundlagen (Warenwert/Dienstleistungsentgelt). Die Steuer selbst wird in der ZM nicht ausgewiesen (Reverse-Charge/Steuerbefreiung).
- Wann ist die Abgabefrist für die ZM?
- In der Regel bis zum 25. Tag nach Ablauf des Kalendermonats oder Kalendervierteljahres, in dem die Umsätze ausgeführt wurden.
- Was ist der Unterschied zwischen ZM und USt-VA?
- Die USt-VA dient der Festsetzung der Steuerzahllast gegenüber dem Finanzamt. Die ZM dient rein dem Informationsaustausch innerhalb der EU zur Bekämpfung von Umsatzsteuerbetrug.
- Erstellt Azuvio die Zusammenfassende Meldung?
- Nein. Azuvio ist kein Buchhaltungsprogramm. Die ZM wird im ERP oder durch den Steuerberater generiert. Azuvio sorgt jedoch durch die automatisierte VIES-Prüfung an der Quelle dafür, dass die Daten im ERP von vornherein korrekt sind.
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