← Zurück zum Glossar Kategorie: Operations Bedarfsprognose (Demand Forecasting) Kurze Antwort: Schätzung der zukünftigen Nachfrage pro Produkt auf Basis von Verkaufshistorie, Saisonalität und externen Faktoren. Das WichtigsteGleitende Durchschnitte und exponentielle Glättung (Baseline)Saisonale Modelle (Holt-Winters)ML-Zeitreihenmodelle + externe Faktoren Was ist eine Bedarfsprognose? Die Bedarfsprognose (Demand Forecasting) schätzt, wie viele Einheiten pro SKU in einem künftigen Zeitraum verkauft werden, unter Berücksichtigung von Historie, Saisonalität, Werbeaktionen, Trends und Ereignissen. Sie bildet das Fundament für die Bestands- und Nachschubplanung. Warum es für die Geschäftsführung relevant ist Eine präzise Prognose reduziert gleichzeitig Ladenhüter (Dead Stock) und Out-of-Stock-Situationen – die beiden gegensätzlichen Kostenfaktoren der Lagerhaltung. Jeder Prozentpunkt an gewonnener Genauigkeit setzt gebundenes Betriebskapital (Working Capital) frei. Methoden Gleitende Durchschnitte und exponentielle Glättung (Baseline) Saisonale Modelle (Holt-Winters) ML-Zeitreihenmodelle + externe Faktoren Wie Azuvio unterstützt Azuvio konsolidiert reale Verkaufsdaten aus dem ERP (z. B. SAP Business One, Microsoft Dynamics 365), Marktplätzen und dem B2B-Portal. Daraus werden Prognosen auf SKU-Ebene generiert, die direkt in die Berechnung der Meldepunkte und Bestellvorschläge einfließen. Häufige FragenWelche Genauigkeit ist realistisch?Das hängt von der XYZ-Klassifizierung ab. Für stabile Artikel (X) sind 85–95 % realistisch; bei chaotischen Artikeln (Z) ist die Prognose weniger entscheidend als ein korrekt berechneter Sicherheitsbestand.Benötige ich KI für die Prognose?Nicht zwingend. Statistische Modelle decken die meisten Fälle ab; KI bietet einen Mehrwert bei sehr hohen Volumina und komplexen Mustern (siehe KI-Bedarfsprognose). Wo Azuvio ansetztSoftware OMSConectori ERPSoftware WMS Verwandte BegriffeMeldebestand (Reorder Point - ROP) — Der Lagerbestandsschwellenwert, bei dem eine neue Bestellung ausgelöst werden muss, um Fehlbestände während der Wiederbeschaffungszeit zu vermeiden.Sicherheitsbestand — Zusätzlicher Pufferbestand, der gehalten wird, um Lieferengpässe durch Nachfrage- oder Liefervariabilität zu vermeiden.XYZ-Analyse — Klassifizierung von Produkten nach der Vorhersagbarkeit ihres Bedarfs: X = konstant, Y = schwankend, Z = unregelmäßig.KI-Bedarfsprognose — Bedarfsprognose mit Machine-Learning-Modellen, die Muster aus historischen Daten und externen Faktoren auf SKU-Ebene erlernen. Aktualisiert: 2026-07-17