← Zurück zum Glossar Kategorie: Finanzen Abschreibung Kurze Antwort: Systematische Verteilung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines Anlageguts über dessen Nutzungsdauer als periodischer Aufwand. Das WichtigsteLineare Abschreibung — gleichbleibende Beträge über die Jahre (Standard nach GoBD)Degressive Abschreibung — fallende Beträge, beginnend mit einem höheren Wert (zeitweise steuerlich zulässig)Leistungsbezogene Abschreibung — Verteilung basierend auf der tatsächlichen Nutzung (z. B. gefahrene Kilometer) Was ist eine Abschreibung? Die Abschreibung (Absetzung für Abnutzung – AfA) ist ein buchhalterisches Verfahren, bei dem die Kosten eines Anlageguts (Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude, Software) über dessen Nutzungsdauer verteilt werden, anstatt sie im Jahr des Kaufs vollständig als Aufwand zu verbuchen. Warum werden Abschreibungen vorgenommen? Eine Maschine für 120.000 EUR mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren stellt keinen Einmalaufwand von 120.000 EUR dar, sondern belastet das Ergebnis mit ca. 24.000 EUR pro Jahr. So spiegelt die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) den Wertverzehr des Vermögenswerts korrekt wider und ordnet den Aufwand den Erträgen zu, die das Gut erwirtschaftet. Abschreibungsmethoden Lineare Abschreibung — gleichbleibende Beträge über die Jahre (Standard nach GoBD) Degressive Abschreibung — fallende Beträge, beginnend mit einem höheren Wert (zeitweise steuerlich zulässig) Leistungsbezogene Abschreibung — Verteilung basierend auf der tatsächlichen Nutzung (z. B. gefahrene Kilometer) Handelsrechtliche vs. steuerrechtliche Abschreibung Die handelsrechtliche Abschreibung (orientiert an der tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer) kann von der steuerrechtlichen Abschreibung (basierend auf den offiziellen AfA-Tabellen des Bundesfinanzministeriums) abweichen. Solche Differenzen führen zu Anpassungen in der Steuerbilanz oder zur Bildung latenter Steuern. Auswirkungen auf den Jahresabschluss In der Bilanz: Der Buchwert des Anlagevermögens sinkt jährlich um die kumulierten Abschreibungen. In der GuV: Die jährliche Abschreibung wird als betrieblicher Aufwand ausgewiesen. Häufige FragenWas ist der Unterschied zwischen handelsrechtlicher und steuerlicher Abschreibung?Die handelsrechtliche Abschreibung folgt der Einschätzung der tatsächlichen Nutzungsdauer im Unternehmen. Die steuerliche Abschreibung richtet sich nach den verbindlichen AfA-Tabellen des Finanzamts. Differenzen müssen steuerlich über Überleitungsrechnungen korrigiert werden.Welche Wirtschaftsgüter werden abgeschrieben?Abnutzbare Sachanlagen (Maschinen, Fuhrpark, Gebäude) und immaterielle Vermögensgegenstände (Software, Lizenzen) oberhalb der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG). Grundstücke werden NICHT abgeschrieben, da sie sich nicht abnutzen.Beeinflusst die Abschreibung den Cashflow?Nicht direkt – es handelt sich um einen nicht zahlungswirksamen Aufwand. Die Liquidität ist bereits beim Kauf abgeflossen. Da Abschreibungen jedoch den steuerpflichtigen Gewinn mindern, reduzieren sie indirekt die Steuerlast und erhöhen somit den verbleibenden Cashflow. Wo Azuvio ansetztConformitate ANAFConectori ERP Verwandte BegriffeBilanz (HGB/GoBD) — Finanzielle Aufstellung, die die Lage eines Unternehmens zu einem bestimmten Zeitpunkt zeigt: Aktiva = Eigenkapital + Passiva.Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) — Zusammenstellung der Erträge und Aufwendungen eines Unternehmens zur Ermittlung des Unternehmensergebnisses (Gewinn oder Verlust) in einem Zeitraum.Kontenrahmen (SKR) — Strukturierte Liste aller Buchungskonten eines Unternehmens, organisiert nach Kontenklassen und -gruppen gemäß den GoBD und deutschen Standards (wie SKR 03 oder SKR 04).Summen- und Saldenliste (SuSa) — Monatliche betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA), die Soll- und Haben-Salden gegenüberstellt und als Basis für USt-Voranmeldungen, GoBD-Exporte und den Jahresabschluss dient. Aktualisiert: 2026-07-17